Grundlagen

Biomasse und Nachhaltigkeit

Ist Biomasse nachhaltig? Warum Bioenergie als weitgehend CO2-neutral gilt und unter welchen Bedingungen ihre Nutzung wirklich nachhaltig ist.

Beschriftete Sammelbehälter für organische Abfälle im Haushalt

Biomasse und Nachhaltigkeit sind zwei Begriffe, die unbedingt zusammen gehören. Von Nachhaltigkeit spricht man, wenn es um die Nutzung von natürlichen Ressourcen geht, ohne dass hiermit die Umwelt und der ökologische Lebensraum beeinträchtigt oder geschädigt werden. Das trifft auf Biomasse zu, wenn sie sorgfältig gewonnen wird. Diese kann aus nachwachsenden Rohstoffen oder organischen Abfällen bestehen, die immer wieder anfallen und deshalb der Nutzung zugeführt werden können.

Den grössten Teil der genutzten Biomasse in der Schweiz macht Holz aus. Hierbei handelt es sich um Sägespäne, Reste aus dem Garten- und Landschaftsbau und vor allen Dingen Energieholz. Gemeint ist Holz, das sich nicht für Bauholz oder die Möbelherstellung eignet.

Der Nachhaltigkeitsgedanke bei erneuerbaren Energien

Ist Biomasse nachhaltig? Diese Frage stellen sich vermutlich viele. Legt man zum Beispiel die Vorschriften in Deutschland zugrunde, werden nur nachwachsende und immer wieder anfallende Rohstoffe zur Biomasse gezählt. Wichtig ist, dass diese, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, das CO2, das sie abgeben, erst vor kurzer Zeit aufgenommen haben.

Die CO2-Bilanz der Verbrennung gilt deshalb als weitgehend neutral. Anbau, Ernte, Verarbeitung und Transport verursachen allerdings zusätzliche Emissionen, die man in einer vollständigen Ökobilanz mitrechnen muss. Kohle, Erdöl und Erdgas geben dagegen CO2 ab, das vor Jahrmillionen gespeichert wurde und nun zusätzlich in die Atmosphäre gelangt.

Biomasse und Nachhaltigkeit: kurzer Überblick

In der folgenden Übersicht haben wir für Sie einmal die Gründe zusammengefasst, warum Biomasse nachhaltig ist und somit dem Umwelt- und Klimaschutz dient:

  • gibt nur CO2 ab, das in der derzeitigen Wachstumsphase aufgenommen wurde
  • besteht aus Rohstoffen, die immer wieder nachwachsen oder verfügbar sind
  • ist bei der Verbrennung weitgehend CO2-neutral
  • verwertet Reststoffe und Abfälle, die ohnehin anfallen

Das Potenzial von Biomasse als Energieträger

Auch in der Schweiz ist die Herstellung von Bioenergie weiter ausbaufähig, besonders bei Hofdünger, Grüngut und Restholz. Nachhaltig bleibt die Nutzung aber nur, wenn nicht mehr Holz geerntet wird als nachwächst, Böden und Biodiversität geschont werden und Energiepflanzen nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren.

Biomasse und Nachhaltigkeit sind Begriffe, die in naher Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden. Wie Bioabfälle konkret zu Energie werden, zeigt unser Beitrag zur Kreislaufwirtschaft mit Bioabfall.